CLARITY REPORT | afb-group.de
16. Juli 2026 – 3. August 2026

Gesamtbewertung

Gesamtbild

Deutschland ist in dieser Analyse die Vergleichsreferenz, nicht der Prüfgegenstand. Der Befund ist deshalb ein Vergleichsbefund: Die deutsche Seite ist nicht besser gestaltet und in der Anfragestrecke kaum anders aufgebaut. Sie hat mehr Reichweite und ein anderes Publikum.

Warum das relevant ist

Der Zeitraum ist bewusst auf das österreichische Fenster beschnitten (16.07.–03.08.2026, 6.438 Sitzungen), damit beide Märkte auf derselben Basis verglichen werden können. Die Zahlen hier sind daher keine Bestandsaufnahme des deutschen Markts. Was sie zeigen: Die Anfragehürden sind in beiden Märkten dieselben — der Unterschied liegt im Publikum und in der Textmenge vor dem ersten Schritt.

  • Das Anfrageformular ist in beiden Märkten gleich streng: sieben Pflichtfelder, darunter eine Pflichtangabe zur Herkunft, ein Pflicht-Freitext und eine Rechenaufgabe. Die Hürde erklärt den Marktunterschied also nicht — sie kostet beide Märkte Anfragen, bei fünffachem Traffic in Deutschland absolut mehr.
  • Das Publikum unterscheidet sich deutlich: In Deutschland kommen 32,5 Prozent der Sitzungen vom Smartphone, in Österreich 51,2 Prozent. Die lange Erzählseite passt damit zum deutschen Publikum besser als zum österreichischen — sie ist aber in beiden Märkten fast gleich lang.
  • Auch in Deutschland liegt der erste Anfrage-Button unterhalb des ersten Bildschirms (1.007 Pixel gegenüber 1.033 in Österreich). Was Deutschland anders macht: drei statt acht Zeilen Einleitungstext und ein Fragen-und-Antworten-Bereich auf der Seite selbst.
  • Deutschland verliert anteilig mehr Besucher sofort wieder als Österreich (21,1 gegenüber 12,5 Prozent Quickbacks auf der Lead-Seite) und erzielt trotzdem mehr Anfragen. Die Erzählung „Deutschland macht alles besser" ist durch die Daten nicht gedeckt.
Evidence Snapshot
Fehler
214 JS-Fehler

Wiederkehrende Fehler können Formulare, Widgets oder Tracking auf den wichtigsten Wegen unterbrechen.

Performance
86 Score

LCP 1,8s · INP 216ms · CLS 0,012

Engagement
2,2 Seiten / Sitzung

Diese Kennzahl zeigt, wie tief Nutzer wirklich in Inhalte und nächste Schritte einsteigen.

Mobile Fokus
33% mobil

Die meisten UI-Entscheidungen werden am Smartphone beurteilt.

Top Prioritäten
Top Priority
Formularhürden in beiden Märkten abbauen

Rechenaufgabe, Pflicht-Herkunftsfrage und Pflicht-Freitext stehen in Deutschland und Österreich identisch. Weil Deutschland das fünffache Sitzungsvolumen trägt, ist der absolute Hebel dort sogar größer.

Empfohlene MaßnahmeRechenaufgabe durch ein unsichtbares Sicherheitsverfahren ersetzen, die Herkunftsfrage optional stellen und den Pflicht-Freitext durch eine Auswahl mit optionaler Ergänzung ersetzen — als Gruppenmaßnahme, nicht als Länderthema.

Top Priority
Die deutsche Textökonomie nach Österreich übernehmen

Der einzige belegte Aufbau-Unterschied im Seitenkopf ist die Textmenge: drei Zeilen Einleitung in Deutschland gegenüber acht in Österreich. Der Anfrage-Button liegt in beiden Märkten unter der Falzkante.

Empfohlene MaßnahmeEinleitungstext in Österreich auf zwei Sätze kürzen und den Anfrage-Button in beiden Märkten in den ersten Bildschirm holen. Reine Reihenfolge- und Textarbeit am bestehenden Template.

Top Priority
Den Fragen-und-Antworten-Bereich auch in Österreich anlegen

Deutschland beantwortet Rückfragen zum Ankauf auf der Seite selbst, darunter die Preisfrage. Österreich hat diesen Bereich nicht, obwohl das Template ihn kann.

Empfohlene MaßnahmeDie vorhandenen deutschen Fragen und Antworten für Österreich übernehmen und österreichische Rechtsbezüge anpassen. Danach höher platzieren als in Deutschland, wo der Bereich erst am Seitenende steht.